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  • robertriesen74

Hallo zusammen


Endlich darf ich wieder Laufen. Der Physiotherapeut hat das Lauftraining freigegeben, allerdings ohne Sprints. Da ich Sprints eh nicht mag ist das auch egal.


Das erste Lauftraining nach der Verletzung dauerte eine Viertelstunde. Es fühlte sich nicht wirklich toll an. Irgendwie spürte ich die Hüfte. Um diese zu entlasten, lief ich nur auf den Zehen, was Muskelkater in beiden Waden zur Folge hatte. Darauf folgte ein paar Tage später das erste Koppeltraining, also erst Radfahren und dann gleich Laufen. Da die Waden immer noch Muskelkater hatten, fühlte sich das Laufen katastrophal an. Bei der viertelstündigen Laufrunde dachte ich nur, das wird nie was mit Locarno. Lauftraining mit Muskelkater ist nun definitiv keine gute Idee. Der Volksmund sagt zwar, dass das beste Rezept gegen Muskelkater sei es, dasselbe nochmals zu tun, doch das stimmt leider nicht. Das Beste wäre es, dem Muskel Regenerationszeit zu geben.


Nun kam letzten Samstag das nächste Koppeltraining mit 2h25mRad und 35mLaufen. Auch da fühlte sich das Laufen ziemlich sch… doch dann sah ich auf meiner Uhr, dass ich viel schneller unterwegs war als gedacht. Da hast sicher nur falsch geschaut! dachte ich. Aber auch beim zweiten genaueren hinschauen stand dieselbe Zeit, eine für mich schnelle Pace. Ab Kilometer 2 kam es noch besser. Plötzlich fühlte es sich wirklich gut an. Die Waden waren immer noch leicht zu spüren aber alles andere war gut. Da kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass der Halbmarathon in Locarno doch im Bereich des Möglichen liegt. Bis zum Start am 4.9 habe ich noch gut einen Monat Zeit. Dass ich die Gesamtstrecke von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Rad und 21.1 Kilometer Laufen durchstehen kann, liegt für mich nun durchaus im Bereich des Möglichen. Aber auch wenn ich den Lauf abbrechen müsste wäre e gut, denn bis zur Disziplin Laufen zu gelangen ist für mich die Pflicht, den Lauf dann auch abzuschliessen die Kür.


Als Wettkampfmässigen Test habe ich am 13.6. die Stadt Zürcher Seeüberquerung absolviert. Das Ergebnis haute mich leider nicht gerade aus den Socken. 35 Minuten 50 Sekunden für die 1,5 Kilometer sind für nur Schwimmen nicht gut. Auch wenn ich die Zeit selber stoppte und die Uhr etwas zu spät abgestellt hatte. Vor allem, da ich am Morgen im Training eine um einiges bessere Pace geschwommen war und das erst noch bei einer tiefer Puls Rate. Trotzdem bin ich für Locarno zuversichtlich.


Sportanlage Chliereit Oberglatt ZH

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  • robertriesen74

Hallo zusammen,

Einige werden nun finden, Schwimmen ist Schwimmen egal ob im Pool oder offenem Gewässer. Grundsätzlich haben sie nicht unrecht, doch es gibt dennoch einige gewichtige Unterschiede. Fangen wir mal mit den vermeidlich einfachsten an: geradeaus schwimmen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Erst im offenen Wasser kann erkannt werden, wer geradeaus schwimmen kann und wer nicht. Bei mir war es schrecklich, wenn ich mir die GPS-Aufzeichnungen angesehen habe. Selbst Vreni Schneider oder Michael von Grünigen hätten bei eine Weltcup Riesenslalom nicht mehr Kurven machen können als ich beim Versuch, geradeaus zu schwimmen. Wenn ich mir allerdings die Offenwasserschwimmen von diesem Sommer anschaue, sind sie erstaunlich gerade. Das wiederum deutet darauf hin, dass endlich meine Technik ok ist. Nun warum ist das so wichtig? Geometrie: Die Gerade ist die kürzeste Verbindung von zwei Punkten. Warum soll das im offenen Wasser schwieriger sein? Nun auf den meisten Pools, die fürs Schwimmen gedacht sind, sind Markierungen am Boden die wie ein T aussehen. Diese Linien markieren die Mitte der Bahn, an denen können sich Schwimmer eigentlich gut orientieren. Beim Training im Pool beobachte ich oft was anderes. Womit wir schon bei der nächsten Schwierigkeit beim Offenwasserschwimmen sind: die Orientierung. Gut, das ist je nach Wellengang und Sonnenstand alles andere als einfach. Am besten sucht man sich eine markante Landmarke, die in der Verlängerung der Achse liegt, welche geschwommen werden möchte, Beim Crawl sollte bei jedem 3-4 Luftholen kurz nach vorne über die Wasserfläche geschaut werden, um sich zu orientieren. Wellen können noch in anderer Weise tückisch schein. Pech ist, wenn gerade eine Welle bei Luftholen kommt. Natürlich können die Wellen einem auch vom Kurs abbringen. Bei Fliessgewässern ist auch die Strömung ein wichtiger Faktor. Die kann einem schon mal am geplanten Aussteigeort vorbeitreiben. Was ausnahmsweise mal keine Rolle spielt, ist die Frage: Hallenbad oder Freibad? Auch ob die Beckenlänge 16, 25 oder 50m misst spielt eine sehr untergeordnete Rolle, auch wenn einer, der über eine gute Wende verfügt, auf der Kurzbahn (25m) klare Vorteile hat. Was aber sicher zu sagen ist, dass sich nur geübte Schwimmer ins offene und nicht überwachte Wasser wagen sollten. Doch auch für geübte Schwimmer gilt die Baderegel: Schwimme nie alleine in offenen Gewässern. Auch sollte in offenen Gewässern immer eine Boje in Leuchtfarben dabei sein. Zum einen als Markierung für die diversen Wasserfahrzeuge, zum andern auch als Auftriebshilfe bei einem Notfall.


Schwimmen entlang der Begrenzungsbojen des Strandbads Zürich Tiefenbrunnen als Training zur Orientierung an Bojen


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  • robertriesen74

Hallo zusammen

Schon wieder so ein seltsamer Anglizismus. Doch tatsächlich ist einer der grossen Pioniere von Deep-Water-Running ein Schweizer, nämlich Markus Ryffel. Was ist Deep-Water-Running oder auch besser als Aquajoggen bekannt? Tief-Wasser-Laufen wie es ausgedeutscht heisst, laufen im schwimmtiefen Wasser. Das Ganze hat also nichts mit der Tiefsee zu tun. Durch den Auftrieb, der durch einen speziellen Auftriebsgürtel oder mit was ich arbeite, Auftriebsweste, unterstützt wird, sind die Beine komplett entlastet. Durch den Wasserwiderstand müssen Arme und Beine sowohl bei der Vor- wie auch bei der Rückwärtsbewegung arbeiten. Dadurch ist es ein sehr gutes Training bei Verletzungen an der Laufmuskulatur. Doch nicht nur in der Regenrationsphase nach Verletzungen, sondern auch beim ganz normalen Trainingsalltag soll es viel bringen. Soweit mal die Theorie. In der Praxis ist es meiner bisher nur kurzen Erfahrung von zwei Einheiten, sehr anstrengend und irgendwie auch frustrierend. Den auch wenn ich alles gebe, komm ich nicht wirklich schneller voran, aber die Anstrengung steigt. Ich muss dazu sagen, dass ich im Moment noch absolut keine Ahnung habe, wie ich es locker gehen soll. Doch laut Theorie könne man sehr gut mit den Intensitäten spielen. Mich müsst ihr da noch nicht fragen. Für mich ist es im Moment einfach nur streng. Eine kleine Hoffnung habe ich, dass es mit mehr Erfahrung einfacher werden könnte. Welche Auswirkung Deep-Water-Running auf meine Heilung und wieder Aufbau hat, kann ich erst zu einem späteren Zeitpunkt sagen. Natürlich ist die Ausrüstung auch nicht ganz gratis. Doch das ist ja beim Sport immer dasselbe.

Meine Weste es ist zwar nicht die günstigste Lösung, aber laut Verkaufsberatung die optimale. Angezogen fühlt sie sich irgendwie eher wie eine kugelsichere Weste als eine Schwimmweste an. Auch im Wasser fühlt sie sich nicht wie eine Schwimmweste an, sondern ist am ehesten mit einem Neopren zu vergleichen


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