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  • robertriesen74

Hallo zusammen,

Radfahren ist wie gehen, wer es mal gelernt hat, kann es immer. Stimmt das wirklich: immer? Fahrsicherheitstraining, braucht es das wirklich? Tja ganz unberechtigt sind diese Fragen ja nicht, da bei jeder Radausfahrt immer wieder neue Erfahrungen dazu kommen. Dennoch macht ein Fahrsicherheitstraining tatsächlich Sinn. Zum einen bestätigen sich dabei die eigenen Erfahrungen, zum andern gibt es auch immer wieder Dinge, die nicht bedacht worden sind. Für mich war das zum Beispiel, wie eine Notbremsung korrekt gemacht wird. Die Vorderbremse spielt dabei die entscheidende Rolle, da über diese die Geschwindigkeit effektiv abgebaut wird, während die Hinterbremse eher das Rad ins Rutschen bringt. Doch jeder weiss, dass starkes Bremsen über das Vorderrad dazu führt, dass sich das Hinterrad vom Boden abhebt und dass dies im dümmsten Fall mit einer Rolle vorwärts endet. Das will nun auch wieder keiner. Nun also was tun? Um möglichst viel Bremswirkung auf das Vorderrad zu bekommen, muss der Schwerpunkt nach hinten: also aufstehen und das Hinterteil so weit nach hinten strecken, wie es nur geht, und die Bremshebel noch erreicht werden. Vorher aus den Pedalen auszuklicken ist eine sehr gute Idee, doch ich habe Respekt davor, dadurch von den Pedalen zu rutschen. Deshalb verlasse ich mich lieber auf meinen Reflex, schnell auszuklicken und auf die Fähigkeit, das Rad auch ein paar Augenblicken im Stillstand zu halten, ohne umzukippen. Im schlimmsten Falle kippe ich dann um. Eine andere Sache, welche sich lohnt zu üben, ist das einhändige Fahren, was in der Regel geradeaus kein Problem ist. Doch wie sieht das bei engen Kurven oder gar engen Kreisen aus? Das zu üben macht in der Gruppe grossen Spass, vor allem wenn es noch durch einige Spiele verbunden wird. Was alleine unmöglich zu üben ist, ist das Fahren in einer Gruppe. Themen wie Windschatten und Ablösen können genauso gut geübt werden wie das gegenseitige aufeinander Rücksicht nehmen.

Alles in allem war es ein Supertag. Herzlichen Dank an Visana für die Einladung, Organisation und die Durchführung.



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Hallo zusammen,

Der zweite Teil des Trainingslagers war gemäss dem ursprünglichen Plan schon streng, doch dann erhielt er ein Upgrade und wurde richtig streng. Ursprünglich war die längste Etappe wie im ersten Teil auch vier Stunden geplant. Nach dem Upgrade waren es fünfeinhalb Stunden. Auch die Teilstücke davor wurden auf vier Stunden verlängert. Dazu wurde die Laufeinheit am Abend von 30min auf 45min gesteigert. Natürlich waren das nur Vorschläge aber trotzdem. So entschied ich mich, selber auch dazu bei einer Einheit noch einige zusätzliche Höhenmeter einzubauen und über die Forch zu fahren. Diesen Anstieg wollte ich auch mit relativ hoher Wattzahl hochfahren, was mir auch gelang. Dies hatte zur Folge, dass ich nicht die vollen 4 Stunden fuhr, sondern es nach 90 km gut sein liess. Die Königsetappe führte mich via Uster-Hinwil nach Rüti. Dort zweigte ich Richtung Wattwil ab bis Eschenbach und auf einem Teilstück des Ironman 70.3 Rapperswil-Jona via Schmerikon-Rapperswil-Seedamm die Pfnüselküste hoch nach Zürich und zurück nach Hause. Da ich wusste, dass ich danach bestimmt keine Lust auf eine Schwimmeinheit hatte, schob ich sie einfach davor ein. Auch die Königsetappe beendete ich vor der maximalen Zeit. Dank dem Föhn hielt das Wetter trotz anderslautender Prognose bis nach der Königsetappe durch.


Königsetappe


Am letzten Tag kam die Wetterumstellung. Das war auch gut so. Da ich nur noch eine kurze zwei Stunden Radeinheit und 45-minütige Laufeinheit hatte. Die Radeinheit kürzte ich auf 40km Rollentraining direkt mit 6km Laufen gekoppelt. Zusammen gab das immer noch 2h7min. Die Gesamtzahlen des Trainingslagers sind ordentlich: So sammelte ich in beiden Wochen zusammen über 800km auf dem Rad und 20 Trainingsstunden alleine nur in der zweiten Woche.

Nun noch ganz kurz zu meinem nächsten Wettkampf. Der Wings for Life Worldrun ist ein weltweiter Sponsorenlauf, dessen ganzer Erlös in die Rückenmarkforschung geht. Eine richtig gute Sache mit einem ganz tollen Format, wo wirklich alle mitmachen können. Ganz egal ob Sportmuffel oder Spitzensportler. Alle Teilnehmer:innen des Laufes starten zum genau gleichen Zeitpunkt. Für Mitteleuropa ist das 13:00 Uhr, in anderen Weltgegenden kann das aber durchaus 6:00 Uhr morgens oder 23:00 Uhr nachts bedeuten. Es wird so lange spaziert, gewalkt oder gelaufen bis der Chatchercar einen einholt, welcher genau 30min danach mit einer ganz genau definierten Geschwindigkeit losfährt und diese im Lauf der Zeit in genau festgelegten Stufen steigert. Sobald das passiert, ist das Rennen beendet. Ich werde dieses Jahr an einem sogenannten Flagshiprun in Zug am Start sein. Wenn ich überholt werde, spaziere ich gemütlich zum nächsten Sammelpunkt, wo ich von einem Shuttelbus zurück zum Start bei der Bosshard Arena, der Heimat des EV Zug, gefahren werde. Wer am Sonntag, den 8. Mai noch nicht weiss, was er machen möchte, ist herzlich eigeladen, am Wings for Life Worldrun teilzunehmen, was im Übrigen seit letztem Jahr auch per App geht

https://www.wingsforlifeworldrun.com/de



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  • robertriesen74

Hallo zusammen,

Bereits sind 2/3 meines Trainingslagers vorbei, wobei das “zuhause” sich nicht auf die erste Trainingseinheit bezieht, die war in Locarno. Warum ausgerechnet in Locarno? Ganz einfach: ich wollte die Strecke des Triathlon Locarno vom 4. September 2021 mal in Realität abfahren. Virtuell war ich während meiner Covid19 Infektion schon zweimal dabei. Die Realität wäre doch was ganz Anderes, das dachte ich zumindest. Ich musste jedoch feststellen, dass die virtuelle Strecke auf Rouvy nicht nur abgefilmt ist, sondern auch von dem Widerstand bei den Steigungen praktisch identisch war Der einzig wirkliche Unterschied, der nicht simuliert werden kann, sind die unterschiedlichen Strassenbeläge. Bis auf die letzten Kilometer in Locarno ist es absolut kein Problem, der Strecke zu folgen. Doch bei den letzten Kilometern bin ich nicht sicher, ob ich tatsächlich den korrekten Weg genommen habe.

Bei der Gelegenheit habe ich am Vorabend auch gleich die Laufstrecke besichtigt. Es ist eine flache, 2,5km lange Runde, die ich insgesamt 8mal zu absolvieren habe.


Valle Maggia


Am nächsten Tag ging das Trainingslager weiter. Aber so langweilig, wie es sich nun anhört, ist es nicht. Je länger die zu Verfügung stehende Trainingszeit, desto mehr Auswahl bei der Strecke. Die Laufrunde ist aber immer gleich lang vorgegeben und deshalb immer dieselbe Runde.

Am letzten Mittwoch wollte ich eigentlich via Tagelswangen, Pfäffikon ZH, Wetzikon nach Niederuster, bog aber falsch bzw. nicht ab und kam via Effretikon, Volkertswil nach Niederuster, was vom Zeitmanagement her einiges besser war Ja das liebe Zeitmanagement ist so eine Sache. Am Samstag lief es komplett schief. Ich wollte via Dübendorf, Uster, Pfäffikon ZH, Saland, Winterthur wieder zurück nach Hause. Doch im Tösstal merkte ich, dass die Zeit dafür überhaupt nicht ausreichen würde und ich im besten Fall mindesten ¾ Stunde länger brauchen würde. Da ich aber wusste, dass mit dem Ostersonntag der strengste Tag der Woche bevorstand, beschloss ich nur bis Winterthur Hauptbahnhof zu fahren. An diesem Tag machte mir die starke Bise das Leben auch nicht gerade einfacher. So war ich gezwungen bei den Abfahrten in östlicher Richtung in Aeroposition voll in die Pedalen zu treten, um wenigsten ein wenig vorwärts zu kommen und nicht gleich wieder rückwärts über die Kuppe zurückgeblasen zu werden. Am Ostersonntag machte ich dann die lange ersehnte Tour via Uster nach Rapperswil-Jona, via Mailen und Zürich zurück.

Die langen Touren nutze ich auch, um an meiner Verpflegungsstrategie für Locarno herumzupröbeln. Die Grundidee ist, eine autarke Strategie und mich vor allem auf der Radstrecke flüssig zu ernähren und auf der Laufstrecke mit Gels da diese leichter am Körper mitzutragen sind. Im Moment teste ich zwei Produkte, um herauszufinden wie sie mein Körper verträgt.

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