• robertriesen74

Hallo zusammen

Unmittelbar nach der Verletzung stellt sich die Frage: “Wie weiter?” OK, nur Laufsport wird in mittelbarer Zeit nicht möglich sein, Schwimmen und Rad schon, so zumindest der Trainer. Doch zuerst gilt Pech. Pech steht in dem Fall nicht nur für die Verletzung, sondern ist die Abkürzung der Erste-Hilfe-Massnahmen bei Sportverletzungen. P = Pause, E = Eis (also kühlen), C = Compression und H = Hochlagern. Pause ist dabei das Schwierigste für mich. Ich bin ein Bewegungsmensch. Als erste Massnahme schickte ich ein Info-E-Mail an meinen Hausarzt und klärte mit ihm, ob ich schwimmen darf. Am Tag nach dem Unfall ging ich wie gewohnt zur Arbeit. Zum guten Glücke war es ein etwas besonderer Tag, an den lange Sitzungen auf dem Programm standen. Dennoch reifte schnell die Erkenntnis, dass ich so meinem Beruf als Hauswart, was gleichbedeuten mit viel auf den Beinen zu sein ist, nicht wie gewohnt nachgehen kann. Aus diesem Grund entschied ich mich, doch nicht eine Woche zu warten, bis der Hausarzt eine, freien Termin hatte, sondern in der Permanence Zürich HB zu einem Notfallarzt zu gehen. Der schrieb mich denn auch krank. Da mein Haus/Sportarzt mit dem Ultraschall nicht das ganze Ausmass erkannte, schickte er mich zum MRI. Auch gab es ganz klar eine Physiotherapie-Verordnung. Zum guten Glück war ich zu diesem Zeitpunkt schon in einer laufenden Behandlung bei der Physiotherapie, da ansonsten kaum Termine zu bekommen sin.


Das MRI-Bild zeigt klar, dass am linken Bein was nicht so ist wie beim rechten. Wer es lesen kann, darf gerne kommentieren.


Nun aber die Frage: “Wie geht es sportlich weiter?” Klar ist, dass der Zytturm Triathlon für mich dieses Jahr nicht möglich ist. Der Zürich City Triathlon ist im Moment noch unsicher aber der Start bei der Mitteldistanz in Locarno ist durch die Verletzung nicht gefährdet. Trainingsmässig halte ich mich mit Schwimmtraining fit. Nun Hoffe ich, dass ich schon bald wieder lockere Radtrainings machen darf.


419 Ansichten0 Kommentare

Aktualisiert: 13. Mai


Hallo zusammen

Eigentlich müsste ich nun von meinen Erlebnissen von Wings for Life WorldRun berichten. Aber um diesen zu verstehen, muss ich einiges vorher Beginnen. Nun versuche ich, die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge zu schildern, ohne irgendeine Wertung zu machen. Das Programm am Dienstag, nichts Besonders. Am Morgen vor dem Frühstück machte ich eine Yogaeinheit via YouTube. Leider war die die letzte Einheit der Staffel 2021/22 von Athletik für Triathleten von Power & Pace powert be Tri-Mag.de. Diese war nicht ganz so entspannt wie andere Yogaeinheiten, die ich schon gemacht habe, aber auch nicht zu anstrengend. Danach fuhr ich in mein Lieblings-Starbucks nach Zürich, um an meinem Blog zu schreiben. Anschliessend ein längerer Spaziergang durch die Stadt, wobei es mir um das Rekognoszieren der Radstrecke des nagelneuen Zürich City Triathlons von 26.06.2022 ging. Wieder zu Hause machte ich mich für meinen Physio-Termin bereit. Darauf war ich echt gespannt, denn ich hatte eine neue Therapeutin. Neue Therapeutin ist geleichbedeutend mit einem neuen Therapieansatz. Sie versuchte mit einer Akupunktur-Methode, die sich Dry Needling nennt, die Trigger-Punkte in der linken Po-Muskulatur zu lockern. Kaum zu Hause hiess es schon bald bereit machen für das Team-Lauftraining. Vor Trainingsbeginn war ich etwas skeptisch, wie sich die Behandlung auf das Lauftraining auswirken würde. Schon beim Warm-up zwackte es an den Stellen im Po, wo kurz zuvor noch die Nadeln gesteckt hatten. Da es aber schnelle wieder vorbei war, schenkte ich dem keine weiter Beachtung. Im Nachhinein ist man immer klüger. Im Hauptteil spielten wir Hasenjagd. Dazu bildeten wir Gruppen mit etwa geleichstarken Läufern. Der Auftrag war, 4-5mal 1000m Serien zu laufen, die ersten 600m ganz gemütlich auf den letzten 400m griff ein vorher bestimmter Hase innerhalb der Gruppe. Diesen versuchten wir dann zu stellen, also einzuholen. Bei der dritten Serie war ich der Hase. Meine Taktik war gut 80m vor dem Ziel anzugreifen. Doch hoppla, 20m später knallte es 4-5-mal in der linken Po-Muskulatur und ich lag mit schmerzen auf der Laufbahn. Gut eine Woche später sieht mein linkes Knie nun so aus.



Der Wings for Life WorldRun in Zug verkam dadurch zu einem 4.3km langen Sonntagsspaziergang. Es war ein seltsames Gefühl dort im Startblock zu stehen und genau zu wissen, dass es «nur» ein Sonntagsspaziergang wird. Doch das ganz spezielle Format liess genau das zu und war vom Veranstalter sogar so erwünscht. Denn jeder Kilometer zählte. Ja, es war eine Belastung für den Oberschenkel. Ich hätte an diesem Tag aber so oder so einen längeren Sonntagsspaziergang gemacht. Das Startgeld war schon bezahlt. Ganz klar bei einem Lauf, bei dem es nur alleine um den Sport gegangen wäre, wäre ich zu Hause geblieben. Doch beim Wings for Life geht es um mehr als um sportlich Höchstleistung. Das Motto ist: wir laufen, für die die nicht laufen können. Rollstuhlfahrer und Läufer gemeinsam im selben Rennen auf der gleichen Strecke. Auch in der Rangliste gibt’s keinen Unterschied zwischen Fussgänger und Rollstuhlfahrer. Einfach genial! Gelebte Inklusion!



378 Ansichten0 Kommentare
  • robertriesen74

Hallo zusammen,

Radfahren ist wie gehen, wer es mal gelernt hat, kann es immer. Stimmt das wirklich: immer? Fahrsicherheitstraining, braucht es das wirklich? Tja ganz unberechtigt sind diese Fragen ja nicht, da bei jeder Radausfahrt immer wieder neue Erfahrungen dazu kommen. Dennoch macht ein Fahrsicherheitstraining tatsächlich Sinn. Zum einen bestätigen sich dabei die eigenen Erfahrungen, zum andern gibt es auch immer wieder Dinge, die nicht bedacht worden sind. Für mich war das zum Beispiel, wie eine Notbremsung korrekt gemacht wird. Die Vorderbremse spielt dabei die entscheidende Rolle, da über diese die Geschwindigkeit effektiv abgebaut wird, während die Hinterbremse eher das Rad ins Rutschen bringt. Doch jeder weiss, dass starkes Bremsen über das Vorderrad dazu führt, dass sich das Hinterrad vom Boden abhebt und dass dies im dümmsten Fall mit einer Rolle vorwärts endet. Das will nun auch wieder keiner. Nun also was tun? Um möglichst viel Bremswirkung auf das Vorderrad zu bekommen, muss der Schwerpunkt nach hinten: also aufstehen und das Hinterteil so weit nach hinten strecken, wie es nur geht, und die Bremshebel noch erreicht werden. Vorher aus den Pedalen auszuklicken ist eine sehr gute Idee, doch ich habe Respekt davor, dadurch von den Pedalen zu rutschen. Deshalb verlasse ich mich lieber auf meinen Reflex, schnell auszuklicken und auf die Fähigkeit, das Rad auch ein paar Augenblicken im Stillstand zu halten, ohne umzukippen. Im schlimmsten Falle kippe ich dann um. Eine andere Sache, welche sich lohnt zu üben, ist das einhändige Fahren, was in der Regel geradeaus kein Problem ist. Doch wie sieht das bei engen Kurven oder gar engen Kreisen aus? Das zu üben macht in der Gruppe grossen Spass, vor allem wenn es noch durch einige Spiele verbunden wird. Was alleine unmöglich zu üben ist, ist das Fahren in einer Gruppe. Themen wie Windschatten und Ablösen können genauso gut geübt werden wie das gegenseitige aufeinander Rücksicht nehmen.

Alles in allem war es ein Supertag. Herzlichen Dank an Visana für die Einladung, Organisation und die Durchführung.



35 Ansichten0 Kommentare