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  • robertriesen74

Rennbericht SoLa-Stafette 2024


Hallo zusammen,

Die bekannte SoLa-Stafette war für mich lange Zeit nur ein Mythos, ein Rennen, an dem ich sowieso nie teilnehmen würde. Aber wie war das nochmal mit dem Wort "nie"? Genau, jetzt kommt es langsam. Gut zwei Wochen vor der SoLa-Stafette klingelte mein Handy, als ich gerade mit einem Rollentraining begonnen hatte. Am anderen Ende war eine Arbeitskollegin, die mir mitteilte, dass ihr Mann die SoLa-Stafette für seine Firma organisierte und drei Läufer ausgefallen waren. Ob er mich anrufen dürfe? Natürlich sagte ich zu. Als er anrief, erklärte ich ohne zu zögern, dass ich die kürzeste noch freie Strecke übernehmen würde, die 10,4 km lang war und 214 Höhenmeter hatte. Eine echte Herausforderung. Mit Hilfe eines ChatGBT berechnete ich, dass ich basierend auf meiner anaeroben Schwelle und den Höhenmetern etwa 1 Stunde und 48 Minuten benötigen würde. Natürlich wollte ich das noch verifizieren, aber es gelang mir nicht wirklich. Also setzte ich mir als Zielzeit 1 Stunde und 45 Minuten, aber insgeheim hoffte ich auf 1 Stunde und 35 Minuten, auch weil der Anstieg nicht so schlimm aussah.

Der große Tag rückte näher und näher. Irgendwann fand ich heraus, dass sich hinter der mysteriösen unbekannten Firma das Kantonssteueramt verbarg. Nun gut, ich als der Unbegabteste in Buchhaltung war plötzlich mit Top-Buchhaltern in einem Team. Das konnte lustig werden.

Endlich war der große Tag da, das Wetter war perfekt. Während ich beim Frühstück saß, kamen Nachrichten auf WhatsApp rein und ich wurde immer nervöser. Passt noch alles mit der Startzeit? Komme ich rechtzeitig zum Start? Daher entschied ich mich, den geplanten Fahrplan über Bord zu werfen und früher loszugehen, um sicherzugehen. Fast wäre es schiefgegangen. Ich wollte die S5 nach Altstetten nehmen, aber erwischte stattdessen die S9 zurück nach Bülach. Erst als der Zug in Richtung Oerlikon fuhr, merkte ich meinen Fehler. Zum Glück fuhr ein Bus von Oerlikon in die Nähe des Startorts. Im Bus stiegen immer mehr Läufer ein. Gemeinsam fanden wir schließlich den Startort.

Umziehen, Gepäck abgeben und einlaufen. Ursprünglich sollte alles ganz ruhig ablaufen. Doch plötzlich wurde meine Startnummer aufgerufen, und ich musste sofort losrennen, da der nächste Läufer bereits bereitstand. Also startete ich direkt vom Einlaufen aus. Ich hatte meine Uhr bereits auf eine Pacestrategie für 1 Stunde und 35 Minuten eingestellt, aber aus Angst vor dem Anstieg lief ich schneller. Ich lag etwa 1 Minute und 30 Sekunden über meiner geplanten Pace, aber ich achtete darauf, das Tempo gut durchzuhalten. Schon bald erreichte ich die Zeitenralisation in Schlieren. Die Polizei leistete gute Arbeit, und ich musste nicht abbremsen, um die Straße zu überqueren. Weiter ging es am Verpflegungsposten vorbei, wo ich mir gewohnheitsmäßig einen Becher Wasser über den Kopf schüttete und einen Becher ISO zum Trinken nahm. Der Verpflegungsposten war perfekt aufgeräumt, ein großes Kompliment an alle Beteiligten.

Entlang der Limmat ging es Richtung Aufstieg. Der Aufstieg lief gut, nur der allerletzte Teil überraschte mich, da er steiler war als erwartet. Anstatt eines sanften Anstiegs fühlte es sich fast wie eine Felswand an. Also marschierte ich statt zu laufen. Nun war das Schlimmste geschafft, zum Schluss noch eine Welle, etwas Posing für das Foto und schon war die Übergabe an den nächsten Läufer.

Und was sagt die Uhr? 1 Stunde, 15 Minuten und 42 Sekunden, lautete die offizielle Zeitmessung. Alles in allem ein tolles Erlebnis.


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