T100 Triathlon London -Rennbericht
- robertriesen74
- 17. Aug. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Hallo zusammen
T100, was ist das? Die Frage erstaunt nicht, da es dieses Format erst wenige Jahre gibt. Organisiert wird er von der PTO (Profi Triathlon Organisation). Ursprünglich war der T100 ein reines Profirennen. Unterdessen hat es die PTO aber auch für nicht Profis, die sogenannten Altersklassenathleten (Age Grouper) geöffnet. T100 heisst schlicht und einfach: «Triathlon 100km». Aufgeteilt in 2km Schwimmen 80km Rad und 18km Laufen. Der T100 London ist im ExCel London zu Hause. Das ExCel ist ein riesiges Gebäude mit Messehallen.Die MuBa, die grösste Publikumsmesse der Schweiz, hätte 2-3mal Platz in den Hallen. So, nun aber von Anfang an. Da sich das ExCel London direkt gegenüber vom Flughafen London City befindet, flog ich auch dorthin. Das Hotel war in Ostlondon unweit des Queen Elisabeth Olympiagelände. Natürlich liess ich mir die Gelegenheit nicht entgehen, im Aquatics Center London, der Austragungsstätte der Schwimmwettkämpfe der Olympiade 2012, zu schwimmen. Das Problem ist, die Briten fahren nicht nur auf der falschen Seite Auto, sondern schwimmen auch noch auf der falschen Seite. Mein Hotelzimmer war so klein, dass ich das Vorderrad abnehmen musste damit ich und das Rad Platz hatten.


Der T100 London besteht aus zwei Wettkampftagen: am Samstag ist Supersprint und Sprint, dazu die beiden Profirennen, am Sonntag Olympische Distanz und der T100. Der Platz ist so gross, dass alle Räder von allen Rennen gelichzeitig ganz locker Platz haben. Daher hiess am Samstag die Aufgabe: Registrieren (Startunterlagen abholen und Rad einchecken).

Der Start war schon auf 6:55 Uhr angesetzt und wir sollten 90min vor dem Start dort sein. Die DLR (Dockland Light Railway) fährt aber so früh noch nicht, deshalb nutzte ich Uber. In der Startgruppe gab es erst noch ein Renn-Breafing,bevor wir denn nach unten zum Start durften. Der Startsprung ins 19°C kalte Wasser des Royal Victoria Dock war für meinen Körper trotz Neopren ein «Schock» und ich brauchteeinige Züge, bis ich halbwegs im Rhythmus war. Irgendwie war auch meine Schwimmbrille undicht und füllte sich ständig mit Wasser. Es galt zwei 1km Runden zu schwimmen. Dazwischen war ein sogenannter Austaileine Exit, das heisst Raus aus dem Wasser, ein Stück laufen und wieder rein. Beim Wiedereistieg stand ein Rettungsschwimmer und warnte uns,dass die Rampe hier endet. Bis ich begriffen hatte, was er meinte, lag ich schon im Wasser. Nach der zweiten Schwimmrunde fassten wir einen Plastikbeutel aus und mussten den Neo ausziehen und in den Beutel tun, bevor wir die Treppe zur Wechselzone hinauf durften.


Die Radstrecke führte dreimal von den Docklands nach Westminster. Vorbei an Tower Bridge, Tower, Monument, dem Obelisken bis kurz vor den Elisabeth Tower (Big Ben) und wieder zurück. Die Strasse war vor allen im östlichen Abschnitt ruppig. Da doch eine grösser Anzahl von Athleten unterwegs waren, war es oft nicht möglich, die vorgeschriebenen 12m zum Vordermann einzuhalten. Es war ein cooles Erlebnis, so durch London zu fahren. Zurück im ExCel wechselte ich vom Rad zum Laufen. Dabei nahm ich mir etwas Zeit, um die Socken und Schuhe sauber anzuziehen und Zeit, etwas Schweizer Militärschokolade zu essen. Die Laufstrecke war in fünf 3,6km Runden eingeteilt - entlang den Royal Viktoria Dock mit Blick auf den London City Airport. Die Strecke war teilwiese recht eng und oft im Gegenverkehr geführt. Meine Strategie war, laufen und gehen abzuwechseln. Das brachte mir eine für mich recht gute Zeit ein.
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Zusammenfassend kann ich sagen: der T100 London ist top organisiert. Abstriche geben die teilweise echt holprigen Strassen auf der Radstecke. Da hiess es nur: gut festhalten, um nicht abgeworfen zu werden.




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