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  • robertriesen74

Erlebnisbericht Trainingslager

Hallo. Wie im letzten Blogeintrag erwähnt absolvierte ich in Lübeck-Travemünde ein Trainingslager. Meine Erinnerungen an Trainingslager sind eher gemischt: Massenunterkunft und strenge Regeln. Die sind bei Jugendlichen im Oberstufenalter auch nötig, obschon damals über die strenge der Regelauslegung durchaus hätte diskutiert werden können. In einem Trainingslager vor ca. 30 Jahren wurde der Verstoss gegen die Nachtruhe mit nächtlichem Lauftraining geahndet. Zum guten Glück musste ich nie mit, aber ich hatte mir sagen lassen, dass der Cheftrainer jeweils mit dem Auto hinterherfuhr. Aus Angst davor, ein solches Straftraining absolvieren zu müssen, traute ich mich als Jugendlicher nachts nicht einmal mehr auf die Toilette... und das solange bis es nicht mehr ging...

Herrmannshöhe der Wendepunkt der Laufstrecke


Nun, mit diesen gemischten Erinnerungen im Hinterkopf aus jugendlichen Jahren machte ich mich an die Planung des Trainingslagers an der Ostsee. Im Vorfeld hörte ich immer wieder, dass so ein Trainingslager für viele ein Highlight in der Jahresplanung sei. Irgendwie konnte ich mir das mit meinen Erfahrungen nicht so ganz vorstellen. Aber zuerst standen andere Herausforderungen an: Wie, wo, wann und wie lange? Beim Wo war mir schnell klar: irgendwo an der Ostsee, bei der Unterkunft schwankte ich zuerst zwischen Wellnesshotel und Campingplatz. Am Ende fiel der Entscheid auf das Maritim Strandhotel in Lübeck-Travemünde. Beim Wann entschied ich mich für nach den Vorbereitungswettkämpfen und einige Wochen vor dem Hauptwettkampf. Dabei durfte ich meine Volunteer-Einsätze nicht vergessen. Den Trainingsplan zu erstellen war kinderleicht. Einfach nur das Start- und Enddatum des Trainingslagers eingeben und der Rest übernahm Kollege Computer. Nun war da noch eine Frage offen: Zug oder Flugzeug? Da ich wusste, dass ich im CityNightLine so gut wie gar nicht schlafen kann, blieb nur noch das Flugzeug übrig. Nur wie kommt nun mein Rennrad ins Flugzeug? Genau wie der Koffer auch im Fahrradkoffer. Pro Europaflug gibt es aber nur drei Plätze für Fahrräder. Ein Fahrradkoffer war für mich so oder so eine gute Anschaffung.


Alter Leuchtturm mit meinem Hotel im Hintergrund


Nun endlich war der grosse Tag. Schon im Bus zum Flughafen fiel mir ein, dass ich etwas zuhause vergessen hatte. Leider waren das die Tickets für die Bahnfahrt von Hamburg nach Travemünde und zurück und der Pulsgurt. Nun musste ich halt beides vor Ort nochmals kaufen.

Das Trainingslager selber war der Hammer. Genau die richtige Mischung zwischen Training und Erholung, grossartigem Essen und der Hotelsauna. Auch war der Ort genau der richtige für mich. Ein Ort an dem ich mich so richtig wohl fühlte. Am Ruhetag gönnte ich mir sogar eine Massage für die Beine. Einfach traumhaft und viel zu schnell vorüber. Auch das Wetter war für mich genau richtig. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Einfach perfekt. Nun weiss ich warum so ein Trainingslager für viele ein Highlight ist


Das Segelschiff Passat neben dem Maritim, das zweite Wahrzeichen von Lübeck-Travemünde

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