• robertriesen74

Aktualisiert: Sept 30

Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich euch nun von meiner Off-Saison berichten, doch diese schob ich zugunsten des FABRIK11 Nachtlaufs um eine Woche nach hinten.Die FABRIK11 ist ein Multisport-Fitnesscenter und Co-Workingspace, das an diesem Wochenende seine Eröffnung feiern wird. Zu diesem Anlass organsiert Sven Rieder und sein Team von MooveMee einen Nachtlauf über 6km mit Start und Ziel bei der FABRIK11. Das Starterfeld ist auf 250 LäuferInnen beschränkt. Die 1,5km lange Strecke, welche viermal absolviert wird, liegt mitten im Industriequartier von Dübendorf. Sie ist durchgehend asphaltiert und weist nur sehr geringe Steigungen auf. Zuschauer sind im Start/Zielbereich nicht erlaubt, jedoch an der Strecke schon. Im Start-Zielbereich ist für alle Maskenpflicht. Diese muss bis 150 Meter nach dem Start getragen und kann dann in den bereitgestellten Mülleimern entsorgt werden. Im Ziel liegen neue Masken bereit. Im Vergleich zum Greifenseelauf ist das eine riesige Erleichterung. Besonders freue ich mich darüber, dass das Rennen ein Massenstartrennen ist. Das ist auch ein sehr wichtiger Grund für mich, dass ich dabei sein möchte. Meine Ziele, die ich mir für das Rennen gesteckt habe: 1. Spass, 2. möchte ich eine Zeit von unter 36. Minuten erreichen, ein Traum wäre unter 33 Minuten zu bleiben. Da ich auf Grund der Ausschreibung und der Teilnehmerzahlbeschränkung mit einem eher starken Feld rechne, entfällt ein Platzierungsziel, das üblicher Weise “nicht letzter zu werden” lautet.

Ich freue mich riesig auf den Start.

Diese Markante Skulptur markiert das Ende der langen Startgerade

  • robertriesen74

Hallo zusammen,

Nun ist er schon wieder vorbei, der Greifenseelauf 2020. In der Vorschau schrieb ich davon, dass ich den Lauf nicht ganz ernst nehmen könne. Meine Sorge hat sich als falsch erwiesen. Die Nervosität und der Druck waren immer deutlicher zu spüren. “Weshalb sollte das irgendeine Rolle spielen?”, fragt ihr euch nun sicher. Der Grund liegt darin, dass es mir erst durch diesen Druck möglich ist, den Fokus zu 100% darauf auszurichten.

Auf dem Startgelände war ich mir nicht wirklich sicher, was mich da nun erwarten würde. Auf dem ganzen Start- Zielgelände Herrschte Aus diesem Grund zog ich mich schon auf einer Bank am Anfang der Strasse für den Lauf um. Das Start- Zielgelände war hervorragen organisiert. Die Erfahrung von Markus Ryffel und seinem Team war sehr deutlich zu spüren.

Da ich nicht ganz sicher war, bei welchem Bogen die Zeitmessung ausgelöst wird, startete ich meine Uhr bereits beim Loslaufen. Die Maske behielt ich bis nach dem Überschreiten der Startlinie auf. Ich liess sie dann einfach am Kopfhörerkabel hängen. Auf den ersten Kilometern begnügte ich mich damit, einfach nur einen guten Rhythmus zu finden. Bei Kilometer 5 stellte ich fest, dass die Pace sehr gut passte. Aus diesem Grund entschied ich mich, diese so lange wie möglich beizubehalten. Auf dem ersten Teil des Laufes führte die Stecke über breite, sehr gute Kieswege. Nur bei dem Städtchen Greifensee ging’s kurz über Asphalt und gutes Kopfsteinpflaster. Auf der Höhe von Fällanden änderte sich der Charakter der Wege. Sie wurden schmaler und der Untergrund wechselte von Kies auf Naturboden. Nun kamen wie bei Wanderwegen so üblich auch Unebenheiten wie Wurzeln und kleine Bachläufe ins Spiel, was die Strecke etwas anspruchsvoller machte. Auch die kurze, ruppige Steigung trugen was zu dem veränderten Streckencharakter bei. Kurz vor Maur kündigten grosse Hinweistafeln zu meiner grossen Überraschung eine Wasserstation an. Die Passage von Maur war wieder auf Asphalt. Nach Maur ging der Charakter der Stecke zu den breiten Kieswegen zurück. Bei Riedikon ging’s nochmals ein kurzes Stück über Asphalt. Ab Kilometer 4 bis zum Ziel war ich mir ganz sicher, dass ich meine angepeilte Zeit von 2 Stunden sicher unterschreiten werde. Auf dem letzten Kilometer war ich mir plötzlich nicht mehr sicher ob, ich noch auf der korrekten Strecke war, da die sonst so gut markierte Abschnitte plötzlich fehlten. Rund 500m vor dem Ziel war ich mir dann aber wieder ganz sicher, dass ich richtig war da ich die Powerstation von Sportxxx durchlaufen konnte. Leider konnte ich die letzten beiden Kilometer meine Pace nicht mehr ganz halten. Im Ziel war ich nur noch müde und glücklich, es geschafft zu haben. Nach dem Zieldurchlauf rächte sich meine Entscheidung die Maske einfach am Verbindungskabel meiner Bluetooth Kopfhörer hängen zu lassen. Obwohl ich sie irgendwann nach Mauer weggenommen hatte war sie so durchnässt das ich damit kaum noch Luft bekam.

Als Fazit war ich dankbar, dass der Greifenseelauf in diesem Jahr nur 17,9 Kilometer lang war und dadurch der Schlussanstieg nach Uster entfiel. Das Team vom Greifenseelauf hat absolute Spitzenarbeit geleistet. Es war ein strenges, aber sehr tolles Erlebnis

Mit diesem Link könnt ihr mein ganz persönliches Laufvideo ansehen https://t6q6n.app.goo.gl/fxy7R



  • robertriesen74

Hallo zusammen,

Manchmal gibt es so Momente im Training, wo ich mir die Frage stelle: “Warum nur tue ich mir das an?" Dabei geht es nicht um die Frage, weshalb ich grundsätzlich Sport im allgemeinen und Triathlon im Besonderen mache, sondern warum ich aus freiem Willen Trainingseinheiten durchziehe, bei denen ich schon im Voraus weiss, dass sie mich ans absolute Limit bringen und auch weh tun werden. Wie die aller meisten von euch auch, mag ich Schmerzen nicht besonders. Trotzdem absolviere ich solche Einheiten. Der Grund dafür ist eigentlich recht simpel. Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass der Trainingsplan mich zwar stark fordert aber nicht überfordert. Dazu kommt, dass ich auch weiss, dass mich genau solche Erfahrungen am Limit voranbringen und das nicht nur auf den Sport bezogen, sondern ganz im Allgemeinen. Wenn ich so auf mein bisheriges Leben zurückblicke, stelle ich fest, dass es sehr oft die Erlebnisse ausserhalb der Komfortzone waren, die mich vorangebracht haben. Was für das Leben gilt, gilt genauso auch im Sport.

Die Wirkung der vergangen harten Trainingseinheiten waren heute schon zu spüren, denn ich war bereits schon schneller unterwegs als davor. Als Fazit bleibt, dass diese Einheiten nicht gerade die Angenehmsten von allen sind, aber definitiv etwas bewirken.


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