• robertriesen74

Hallo zusammen

Training ist doch nur eine Sache der Muskeln. Was für eine Rolle sollte da der Kopf spielen? Viele stellen sich diese Frage. Doch der Kopf ist für das Training enorm wichtig. Der Körper sagt schnell mal, dass es ihm reicht oder das Training zu hart sei. Da kommt der Kopf ins Spiel. Ich kann mich gut an ein Schwimmtraining erinnern bei dem eine Crawlpyramide bis 400m (50, 100, 150, 200, 300, 400, 300, 200, 150, 100, 50m) auf dem Zettel stand, insgesamt 2000m. Dazwischen jeweils 20 Sekunden Pause. Auf den ersten Blick eine Kleinigkeit. Aber das Tempo sollte ja möglichst zügig sein. Bei den ersten drei Stufen der Pyramide war die Pause genau richtig, aber danach wurde es härter und härter und der Blick auf die Uhr, welche die 2000m zurückzählte, motivierte auch nicht gerade. Der Körper meinte: “Genug jetzt, das reicht!”, aber dann kam der Kopf ins Spiel und übersteuerte die Signale des Körpers. Am Ende war ich fix und fertig aber überglücklich, die Herausforderung gemeistert zu haben.

Ein anders Beispiel: Lauftraining 7x1 Minute Sprnten mit 1 Minute Pause. Wir liefen auf der Bahn und die Trainerin stand im Innenfeld und Pfiff jede Minute. Nach den ersten drei Intervallen dachte ich, die nächsten mache ich langsamer. Aber bei jedem Pfiff gab ich wieder alles.

Drittes Beispiel: ebenfalls Lauftraining. Vorgabe: 14x 40s Bergsprint. Da wir in der Vorwoche schon 10x40s Bergsprint gemacht hatten sträubte sich in mir schon vor dem Training alles und ich suchte jede erdenkliche Ausrede, um etwas Anders zu machen. Trotzdem schwor ich nach dem Fünften, dass ich nur noch zwei mache, nach dem Siebten, dass ich maximal zehn mach und nach dem Zehnten spielte es keine Rolle mehr - also alle.

Bei allen drei Beispielen ging’s nur über den Willen. Doch Vorsicht, es ist nicht immer sinnvoll, den Körper bei Anzeichen von Aufgabe oder Schwäche zu übersteuern. Manchmal ist es auch wichtig, trotz Trainingsplan mal einfach nicht trainieren und auszuruhen. Dafür muss man seinen Körper gut kennen.

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  • robertriesen74

Hallo zusammen

Bald ist es so weit und das letzte Rennen der Saison 2021 steht kurz bevor. Am Montag bekam ich das Paket mit den Startunterlagen. Es ist der SwissCityMarathon-Lucerne. Ich werde im Rahmen dieses Events den Halbmarathon laufen. Gut informierte Personen in meinem direkten Umfeld werden nun den Finger heben und sagen: “Halt! Das ist in diesem Jahr nicht das letzte Rennen, an dem du an den Start gehst. Da ist noch der Zürcher Silvesterlauf vom 13.12.21.” Ja, das ist korrekt. Nur ist es so, dass für mich die Saison 2021 mit dem Halbmarathon zu Ende sein wird und der Silvesterlauf bereits zur Vorbereitung der Saison 2022 gehört. Das hat vor allem damit zu tun, dass ich gleich nach dem Halbmarathon Ferien machen werde um danach noch eine Woche anhänge, in der ich ohne Trainingsplan sein werde. Das Ganze nennt sich Saisonpause oder neudeutsch Offsaison. Nun zum Rennen. Es ist seltsam, ich freue mich darauf, gleichzeitig habe ich grossen Respekt davor. 21,1 km ist schon eine enorm weite Distanz für mich. Auch ist die Strecke nicht flach, dafür wunderschön. Auf einige Highlights freue ich mich schon jetzt: das Durchlaufen der Swisspor-Arena, dem Heimstadion des FC Luzern, oder den Lauf durch das Weltberühmte KKL (Kultur- und Kongresszentrum Luzern) und natürlich auch auf den Zieleinlauf im Verkehrshaus der Schweiz. Schon im Vorfeld merke ich grosse Unterschiede zu Triathlons. Da geht es aber nicht im Wesentlichen darum, dass im Triathlon drei Disziplinen zu absolvieren sind und im Marathon «nur» eine. Nein, der Unterschied liegt vielmehr darin, dass ein Marathon viel mehr Menschen anzieht, die nicht wie bei Triathleten einen Grossteil der Freizeit dem Sport widmen, sondern sich gezielt nur auf diesen Event vorbereiten. Im Prinzip könnte man sagen, dass beim Marathon viel mehr Freizeitsportler am Start sind und im Triathlon doch eher die, deren Leben sich stark um Sport dreht. Das zeigt sich in der Kommunikation des OKs, an den Sponsoren, die im Marathon nicht Sport spezifisch sind wie beim Triathlon, und nicht zuletzt am Starterpacket, in dem sich Teigwaren und Fondue fand. Beim Triathlon sind es eher Zubehör fürs Training wie Sportsocken, Fahrradlichter oder Reparatur-Kit fürs Rad.

So bin ich nun in einer gespannten Erwartung, was da am 31.10.21 auf mich zukommen wird.



Streckenplan des SwissCityMarathon-Lucerne (https://www.swisscitymarathon.ch/fileadmin/files/Downloads/Dein_Lauf/Distanzen/Swisscitymarathon_Streckenplan_DE_gross_01.pdf)



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  • robertriesen74

Hallo zusammen

Am Samstagabend war es so weit. Der 2. FABRIK11 Nachtlauf ging über die Bühne. In Diesem Jahr waren zwei unterschiedliche Distanzen am Start. Die kurze über 4 Runden oder 6 km und die lange über 7 Runden oder 10,6 km. Um punkt 20:00 Uhr fiel für alle 75 Läufer:innen der Startschuss. 50 davon liefen über 6 km, 7 Damen und 18 Herren über 10,6 km, der Startschuss. Also war das Ganze doch schon überschaubar. Trotzdem fanden sich mit dem Olympia 3 von Athlet Sven Rieder und der amtierenden Schweizermeisterin im Halbmarathon Fabienne Vonlanthen auch bekannte Läufer am 6 km Start. Nun, Prominente Sporler im Starterfeld sind zwar was Schönes, doch am Ende muss ich selbst die Strecke von 10,6 km bewältigen. Dennoch hatte dies einen gewissen Einfluss auf mein Rennen. Aus der Erfahrung vom letzten Jahr wusste, ich dass es mich regelrecht beim Start aus der Box reisen wird und der erst Kilometer daher sehr schnell wird. Das war auch dieses Mal so. Ich fand aber sehr schnell wieder meinen Rhythmus und konnte mich ganz auf mein eigenes Rennen fokussieren. Da dieser Lauf für mich ein Vorbereitungsrennen für den Halbmarathon in Luzern war, hatte ich mit meiner Lauftrainerin besprochen, dass ich nicht all out gehen werde. Durch die Trainingseinheiten mit ihr habe ich auch gelernt, auf meinen Atem zu achten, um zu merken, wann ich zu langsam, zu schnell oder im optimalen Bereich laufe. Zusammen mit den Kilometerzeiten, die mir meine Uhr anzeigte, gelang es mir, mein Rennen wirklich gut einzuteilen. Es war mir sogar möglich, die letzte Runde deutlich schneller zu Laufen. Mein Ziel, die 10 km unter 1 Stunde zu Laufen habe ich erreicht, wenn auch knapp. Und ich hatte viel Spass dabei. Also kann ich auch trotz oder gerade mit dem 18 und letzten Platz eine sehr positive Bilanz ziehen. Ich sehe dem Halbmarathon vom 31.10.21 sehr positiv entgegen. FABRIK11 Nachtlauf hat mir die Sicherheit gegeben, dass ich den Halbmarathon unter normalen Umständen gut schaffen kann.



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