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  • robertriesen74

Mey Generalbau Triathlon Tübingen Rennbericht.


Wendepunkt Rad


Hallo Zusammen

Nun ist mein erster Triathlon im Ausland auch schon Geschichte. Ein Triathlon in Triathlon Nation Nummer eins in Europa und erst noch ein Rennen der «1.Triathlon Bundesliga». Da muss alles perfekt organisiert sein. Dazu auf der ganzen Laufstrecke 2-3 Reihen an Zuschauern. So zumindest meine Vorstellung. Mal sehen, wie das mit der Realität übereinstimmte.

Ein Kollege brachte mich am Samstagmorgen mit dem Auto nach Tübingen, nicht zuletzt auch um mir seine Heimatstadt zu zeigen. In knapp 2 Stunden waren wir in Tübingen. Als erstes fuhren wir die Radstrecke ab. Schon dort freute ich mich auf diese gut angelegte Radstrecke. Im ganzen Umkreis von Tübingen entdeckte ich keinen Hinweis darauf, dass hier irgendwas am nächsten Tag stattfinden sollte. Mein Kollege fragte mich, ob ich wirklich sicher sei, dass es dieses Wochenende sei. Zurück in der Innenstadt von Tübingen entdeckten wir an der Eberhartsbrücke erste Hinweise, dass wir uns im Datum doch nicht geirrt hatten.

Nun stand die Besichtigung der Laufstrecke auf dem Programm. Dabei erklärte mir Helmut in welchem Gebäude wer gelebt oder gewirkt hatte. «Dieses Gebäude ist die Theologische Fakultät, in dem Buchladen hat Brecht seine Lehre gemacht, da lebte Schlatter usw.». So unendlich viel Geschichte auf so engem Raum, einfach beeindruckend. Auf der Laufstrecke fiel mir als erstes das Kopfsteinpflaster ins Auge, dazu kamen einige Anstiege. Das wird hart, war mein Gedanke dazu.

Theologische Fakultät Tübingen


Nach dem Mittagessen ging’s zur Starnummer Ausgabe. Dort wurde ich natürlich nach meiner Startnummer gefragt. Als ich darauf fragend mein I-Phone herausholte um nach einem übersehen E-Mail mit der Startnummer zu suchen, wurde ich sofort auf die ausgehängten Startlisten verwiesen. Nach kurzer Suche fand ich mich und konnte die Startnummer nennen. Den vorbestellten Rucksack erhielt ich erst auf Nachfrage, was aber nicht weiter schlimm war, da ich einer der ersten war, der seine Starnummer holte und sich die Volunteers noch nicht eingespielt hatten.

Ab ins Hotel, wo ich zusammen mit einem oder zwei Damenteams der 1. Triathlon Bundesliga einquartiert war. Der Wirt war komplett verwundert darüber das plötzlich so viele mit Rennräder kamen, denn er hatte keine Ahnung das ein Triathlon stattfand und dadurch die Zufahrt zu seinem Hotel am Sonntag eingeschränkt war.

Nun war es Zeit für das Warm-Up Training. Dabei stellte ich fest wie überraschend kleinräumig Tübingen ist.

Nach einer eher kurzen Nacht wurde ich schon früh geweckt. Da um 8:30h der Start angesetzt war, schloss die Wechselzone schon um 8.00h und ich wollte genug Zeit haben. Bei der Anfahrt zur Wechselzone stellte ich fest das irgendwas mit dem linken Pedal nicht stimmte. Die Befestigungsschrauben des linken Kurbelarms war etwas lose. Das Check-in war absolut problemlos. Am Wechselplatz angelangt konnte ich das Problem mit dem Bordwerkzeug rasch beheben. Einige andere Athleten stellten fest, dass es trotz Ankündigung keine Pumpen in der Wechselzone gab. Selber machte ich mich auf die Suche nach Wasser. Dies bekam ich in einem nahegelegenen Hotel. Alles bereit! Über den Patz Speaker erfuhr ich, das die Wassertemperatur des Neckars gerade mal 19,2 C hatte. Wie komme ich in den Neckar um mich anzugewöhnen war das nächste, das ich wissen wollte. Beim Schwimmstart fand ich Hilfe. Auf der anderen Seite der Neckarinsel sei dies möglich. So kalt wird befürchtet fühlte sich das Wasser zum Glück nicht an. Nun war ich bereit für den Start.

Gestartet wurde im Rollingstart. Alle 3 Sekunden wurden immer zwei Athleten ins Wasser gelassen. Dazu sollten wir uns nach unserer geschätzten Schwimmzeit aufstellen. Da ich auf eine Zeit knapp unter 35 Minuten hoffet stellte ich mich bei 30-35 Minuten auf. Das Schwimmen im Neckar verlief gut. Auf dem ersten Teil der Strecke fiel mir auf das sich sehr viele Menschen am Neckarufer aufgestellt hatten, um das Ganze zu verfolgen. Danach empfand ich das Schwimmen als einsam. Auch das sehr trübe des Neckars trug dazu bei. Immer wenn ich kurz davor war zu denken, dass ich der einzige bin, klopfte wieder jemand auf meine Füsse. Beim Umrunden der Wendebojen kam es zu überraschend wenig Körperkontakt. Kurz vor dem Zeil entdeckte ich überrascht, dass es noch eine weiter Boje hatte die ich umschwimmen musste. Nach 35min12s überquerte ich die Zeitmessmatte nach dem Schwimmausstieg. Der Ausstieg war über eine Treppe.

Schwimm ein und Ausstieg


Der erste Wechsel funktionierte sehr gut. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fand ich mich gut auf dem Rad zurecht. Die Radstrecke war ein richtiger Hochgenuss, abgesehen vom geholper in der Innenstadt. Es war ein Raus-Rein-Kurs, der zweimal zu befahren war. Ausserhalb der Stadt leicht ansteigend. Zum Wendepunkt hin nahm die Steigung immer mehr zu, wurde aber nie so Steil das ich vom grossen Zahnkranz vorne runter musste. Auf der zweiten Runde waren dann auch die Athleten der Sprintdistanz mit auf der Strecke was dazu führte das die vorgeschrieben 12m Distanz nicht mehr eingehalten werden konnten, weil schlicht zu viel miteinander unterwegs waren.


Radstrecke bei Bebenhausen


Beim Absteigen vom Rad merkte ich schnell, dass mir die Radstrecke zu gut gefallen hatte. Der rechte Adduktor krampfte leicht dazu kamen die fast unlaufbaren Radschuhe. So entschied ich mich, mir in der Wechselzone 2 mehr Zeit zu lassen und zu gehen. So hatte ich auch kein Stress mehr beim Anziehen der Socken und Laufschuhe. Auf der Laufstrecke ging ich es eher langsam an, um erst mal rein zu finden. Den ersten Anstieg marschierte ich bei allen vier Laufrunden hoch, den zweiten Anstieg lief ich auf den ersten beiden Runden noch. Auf dem Rathausplatz feuert mich Fank Horras mächtig mit seiner Schelle an. Herzlichen Dank Frank. Bei der ersten Passage der Verpflegung kippte ich mir nur Wasser über den Kopf die beiden nächsten male trank ich auch noch Iso bei der letzten Passage nichts. Ich wollte mehr nur noch ins Ziel. Auf der leicht abfallenden Eberhartsbrücke setzte ich zum Endspurt an. Ziel! Endlich geschafft! 3h20min57s war ich unterwegs. Länger dauerte nur noch die Heimfahrt mit der Deutschen Bahn am Montag. Nämlich ganze 4h28min.

Fazit Tolle Veranstaltung die in der Organisation aber noch Luft nach oben hat.


Im Ziel

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