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  • robertriesen74

 

Hallo zusammen

 

Am Ende des letzten Blogs https://www.robertriesen.net/post/rückblick-2023---ausblick-2024 erwähnte ich, dass ich meinen Trainingsplan auf die neue Saison hin wechselte. Da sprachen mich Leser darauf an, ob ich nicht etwas mehr dazu schreiben könnte. Mache ich sehr gerne.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass so ein Wechsel nichts Aussergewöhnliches ist. In aller Regel bedeutet es nur extrem selten, dass ein zwischenmenschliches Zerwürfnis dahintersteckt. Im Falle von www.2peak.com , ist das auch unmöglich, da der Plan von einem Algorithmus auf mich persönlich zugeschnitten wurde. Da sind wir schon beim ersten Grund für den Wechsel: Für mich nahm es der Algorithmus manchmal zu genau. Wenn ich ein Training aus irgendwelchen Gründen ändern wollte, berechnete der Algorithmus den gesamten Plan neu, was zwar aus trainingstechnischer Sicht gut war, aber trotzdem teilweise meine ganze Planung über den Haufen warf. Der neue Plan von www.powerandpace.de ist kein Einzeltrainingsplan mehr. Das hat sowohl Vorteil wie auch Nachteile. Ganz klar ist ein Gruppenplan nicht das gleiche wie ein Einzelplan. Doch sind, so denke ich, die Auswirkungen vor allem im Spitzenfeld, wo es um den Sieg geht, zu spüren. Für Athleten, die wie ich das Hauptziel haben, ins Ziel zu kommen und die eigene Zeit zu toppen, überwiegen ganz klar die Vorteile. Zum einen lassen sich die einzelnen Einheiten so schieben, dass sie gut in die bestehende Wochen-Struktur eingepasst werden können, ohne dass der ganze Plan neu berechnet wird. Aber das allein hat mich nicht überzeugt zu wechseln. Wie bereits erwähnt ist Power and Pace eine Gruppe. Im Gegensatz zu einem Verein trifft man sich nicht Woche für Woche oder mehrmals pro Woche physisch zum Training. Dennoch trifft man sich virtuelle zweimal in der Woche zum gemeinsamen Training. Am Dienstag auf www.Zwift.ch zum Radtraining und am Donnerstag auf YouTube zum gemeinsamen Athletiktraining mit Ulrike Syring. Das ist aber immer noch nicht Alles: einmal pro Monat gibt es vom Trainer Bijörn Gesmann ein Briefing und dazu eine Q&A, um Fragen zum Trainingsplan zu klären. Dazu kommen noch Podcasts zu allem rund ums Training und ein Podcast 2Minuten Training, wo kurz und knapp erklärt wird, weshalb einzelne Einheiten wichtig sind. Also eine riesen Paket. Das hat mich überzeugt und so habe ich zu Power and Pace gewechselt.

So sieht es aus wenn Power and Pacer gemeinsam in Watopia unterwegs sind.


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  • robertriesen74

Hallo Zusammen

 

Für mich ist am 1. Oktober 2023 trainingstechnisch das Jahr 2024 angebrochen. So gesehen höchste Zeit für einen Rückblick auf die Saison 2023 und einen Ausblick auf die Saison 2024. Das Wichtigste im Blick auf die vergangene Saison ist, dass ich ohne Verletzung durchgekommen bin. Die Saison 2023 wurde im Wesentlichen von zwei grossen Wettkämpfen dominiert: dem Zürich Marathon zu Saisonbeginn und die Mitteldistanz von Uster ganz am Ende der Saison. Dazwischen zahlreiche Vorbereitungs- und Plauschwettkämpfe. Als Fazit muss ich sagen: es war schlicht und einfach zu viel. Vor allem von Juni bis Mitte Juli hatte ich sechs Events am Stück, also an jedem Wochenende einen Event und wenn ich ausnahmsweise mal keinen Event hatte, musste ich am Sonntag arbeiten. Positiv war, dass ich alle Wettkämpfe innerhalb des Zeitlimits ins Ziel gebracht habe. Die meisten Wettkämpfe waren im erwarten Zeitrahmen eher tendenziell langsamer. Negativ: es gab keinen Ausreisser nach oben, also keinen Exploit.

 

Was sind nun die Lehren für die Saison 2024? Ja, es ist zwar möglich, im Frühjahr einen Marathon zu laufen und im Herbst eine Mitteldistanz, doch umgekehrt wäre es besser. Ich bin Triathlet nicht Marathonläufer. Deshalb sollte der Triathlon Vorrang haben. Weshalb trotzdem Marathon? Ganz einfach: um meine Laufperformance zu optimieren. Was auch dringend notwendig ist, den Wettkampfplan zu entschlacken. Gesetzt sind für die Saison 2023/24 der Zürcher Silvesterlauf am 10.12.2023, das Radfahren bei der Unterlandstaffette am 28.01.2024, der Glattlauf vom 16.03.2024 und der Ironman 70.3 Helsingør vom 23.06.2024. Dazu ein Triathlon über die Olympische Distanz, Wunsch Ingolstadt Triathlon 09.06.2024. Herbstmarathon aller Voraussicht nach Swiss City-Marathon Luzern und zur Vorbereitung der Greifensee Lauf Uster. Optional der Hasli Nigthrun und der Eglisau Triathlon.

 

Auf die neue Saison hin habe ich auch den Trainingsplan gewechselt von 2Peak.com zu PowerandPace.de Power & Pace.



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  • robertriesen74

Aktualisiert: 16. Sept. 2023

Hallo zusammen

Es ist vollbracht: meine erste Mitteldistanz ist im Ziel.

Aber von Anfang an. Wie ihr sicher gemerkt habt, war ich über die Katoff-Time von 7h ziemlich besorgt. Daher war die Erleichterung sehr gross als ich am Freitag im Online-Briefing gelesen habe, dass ich nun 7h15 Zeit habe. Die Startnummer habe ich bereits am Samstag abgeholt. Schon um 04:30 Uhr holte mich der Wecker aus den Federn, da ich um 06:30 in Uster sein wollte, um gleich beim Öffnen der Wechselzone einzuchecken. Während der Vorbereitung sagte der Platz-Speaker Franco Marvulli, dass der Neoprenanzug heute verboten sei, da der See zu warm ist. Dies löste einigen Unmut im Starterfeld aus. Aber so war es nun mal. Vor dem Start hatten sich die Wogen wieder geglättet. Das Schwimmen war supergut. Ich schwamm immer etwa 5-10m von den Bojen entfernt, um niemanden zu behindern und um den berüchtigten Schlägereinen an den Bojen aus dem Weg zu gehen. Ganz klar wurde meine Schwimmstrecke etwas länger doch als ich nach 47min50s aus dem Wasser kam, war ich sehr zufrieden.

Beim Wechsel nahm ich mir etwas mehr Zeit, als ich es bei einer Kurzdistanz machen würde, und überprüfte noch kurz, ob alles OK ist.

Das Radfahren ging ich auch etwas langsamer an, als ich es auf einer Kurzdistanz gemacht hätte. Anderthalb Runden um den Greifensee im «Pulk» mit den Athleten, die über die olympische Distanz gestartet sind, danach durften wir, die die Mittelinstanz absolvierten, auf unsere Strecke abbiegen. Via Stuhlen ging es auf die Forch, über die Forchstrasse runter nach Egg wieder hoch Richtung Meilen, oben auf der Höhe entlang Richtung Stäfa nochmals über den Ausläufer des Pfannstiels und über kleine Strässchen nach Grünigen, Zusatzrunde nach Bubikon um via Gossau ZH und Mönchaltdorf zurück an den Greifensee zu kommen. Einfach eine traumhaft schöne Strecke. Zum Abschluss noch eine dreiviertel Drehung um den Greifensee und schon war ich zurück in der Wechselzone. Auf der Radrunde war ich einige Zeit mit einer jungen Frau unterwegs, mit der ich mich auch etwas unterhalten konnte. Das Lustige war, dass wir schon beim Schwimmen immer nebeneiner schwammen. Trotzdem fuhren wir unser eigenes Rennen. Berg auf war sie stärker und zog davon. Bergab und auf der Fläche war ich schneller und liess sie entweder hinter mir oder holte sie wieder ein.

Nun ging es auf die Laufstrecke. Vier Runden a 5km galt es da zu absolvieren. Auch beim zweiten Wechsel nahm ich mir etwas mehr Zeit. Trotzdem öffnete sich nach etwa einem Kilometer ein Schuhbändel. Als ich anhielt, um ihn zu binden: “Autsch!” Der Adduktor krampfte. “Na super!”, dachte ich, als ich ihn zu lösen versuchte. Noch über 18km vor mir und schon Krämpfe. Das war nicht gerade motivierend. Nach dem Wendepunkt auf der 5km Runde begann ich langsam aber sicher auch zu merken, dass es echt warm geworden war. Am Ziel wurden 30°C gemessen. Daher entschloss ich mich an einem Anstieg in einem Waldstück, eine taktische Geh-Pause zu machen. Von da an lief ich quasi nach Puls. Das heisst, bis zu eine bestimmten Puls-Wert laufen. Dann wieder gehen, um den Puls fallen zu lassen. So kam ich gut voran. Je näher das Ziel kam, desto mehr kam die Frage nach der Zeit-Limite wieder auf. Leider lief mein Ersatzsportuhr nicht wunschgemäss, so dass ich keine Schwimmzeit und schon gar keine Gesamtzeit ablesen konnte. Auch andern ging die gleiche Frage durch den Kopf.

Letzte Runde, letzte Verpflegung, letzter Kilometer. So, nun ist Schluss mit den Kräften zu Haushalten. Alle Kräfte rein und ohne Geh-Pause ins Ziel. Zweitletzte Kurve, letzte Kurve Zielgerade. Da war kein Halten mehr: ein Urschrei, die ganze Anspannung löste sich und ich jubelte. Der Moderator Franco Marvulli kommentierte das ganz mit: «Nicht der Schnellste, aber definitiv der Lauteste, der ins Ziel gekommen ist.» Der OK Präsident Sven Rieder überreichte mir persönlich die Medaille. Dennoch blieb die Frage nach der Zeit.

6 Stunden 51 Minuten und 5 Sekunden habe ich gebraucht. Mega cool. Damit war ich nur 1Minute und 5 Sekunden über meiner Schätzung. Hammer.

 Bilder von (c) Alphaphoto

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