• robertriesen74

Aktualisiert: 18. Nov 2021

Hallo zusammen

Nach einer Trainingspause, egal ob bewusste Saison- oder Verletzungspause, ins gleiche Training wie vorher einzusteigen, ist doch kein Problem. So zwei drei Wochen können einer Topform doch nichts anhaben? Weit gefehlt! Schon eine Pause von mehr als sieben Tage darf nicht unterschätzt werden. Der Körper gewöhnt sich sehr schnell an weniger körperliche Anstrengung. Eigentlich wusste ich das ja, Das Athletiktraining einmal auslassen wird ja wohl kein Problem sein. Ich habe Lehrgeld bezahlt! So anstrengend empfand ich das Athletiktraining schon länger nicht mehr. Beim letzten Durchgang sah ich mich sogar genötigt, die Liegestützen auf den Knien zu machen. Auch war der Puls, war eine Stufe höher als gewohnt. Ein paar Tage später holte ich dann das ausgelassene Athletiktraining nach. Und alles war wieder im gewohnten Bereich, aber trotzdem streng. Für mich heisst das nun: der trainierte Körper reagiert schnell auf Trainingsveränderungen, positiv wie negativ.




https://youtu.be/mzGLs3Ibuf4

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  • robertriesen74

Hallo zusammen

Diejenigen von euch, die regelmässig meinen Blog lesen, werden unterdessen eventuell denken: Kann es dieser Typ eigentlich auch mal ohne Sport aushalten? Ja, das geht sogar recht gut. Um ehrlich zu sein, habe ich mir in den vergangenen Wochen die Pause regelrecht herbeigesehnt. Aber wie fast alles Andere bei einem strukturierten Training muss auch eine Pause sorgfältig geplant sein. Meine Pause begann unmittelbar mit dem Zieldurchlaufs des SwissCityMarathon, welcher bei mir ein Halbmarathon war. Den ausführlichen Bericht dazu unter https://www.robertriesen.net/post/rennbericht-swisscitymarathon-luzern

Gleich am Montag flog ich nach Budapest, um dort eine Woche Ferien zu machen. Warum Budapest und nicht Mallorca? Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens: ich bin nicht der Typ für Strandferien. Städtereisen sind eher mein Ding. Zweitens: Budapest hat mit der Planung der Saison 2022 zu tun. Dort wäre ein Mitteldistanz-Triathlon in Budapest auf dem Programm gewesen und ich wollte mich mal in Ruhe mit der Stadt und den Strecken vertraut machen. Aber ihr hört es aus der Formulierung. Noch während der Besichtigung der Lokalitäten erfuhr ich, dass der Triathlon in Budapest höchst wahrscheinlich im 2022 nicht stattfinden wird. Doch Budapest hat einiges mehr zu bieten als nur Triathlon. Wer nach Wellnessmöglichkeiten sucht, hat in dieser Stadt die Qual der Wahl: mindestens drei Thermalbäder laden zum Wellnessen ein. Nachdem ich zwei davon genossen und sogar eine Massage hatte, wollte ich die Touristen-Hotspots und die historischen Gebäude von Budapest sehen. Die ganze Woche verschwendete ich keinen Gedangen an Sport. Die nächsten zwei Woche werde ich Sport nach dem Lustprinzip machen. Danach werde ich wieder ins strukturierte Training einsteigen, um die Saison 2022 sauber vorzubereiten.

Blick über die Donau von Gellértberg auf der Budapest-Seite aus.

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  • robertriesen74

Hallo zusammen

Am Abend war ich todmüde, aber glücklich und überall zwickte es.. Am Sonntag, den 31.10.2021 stand der SwissCityMarathon auf dem Programm. Ob ich dort wirklich Starten würde, war lange ungewiss. Eine Woche vorher am Freitag hatte ich plötzlich Zahnschmerzen, die bis Montag immer mehr zunahmen. Am Montagmorgen kamen noch Rückenschmerzen dazu. So wusste ich schon beim Aufstehen, dass dies kein einfacher Tag werden würde.Trotzdem ging ich zur Arbeit. da ich wusste das am Wochenende ein Anlass im Haus war, der es nicht duldete, dass ich einfach nur zu Hause blieb. Nachdem ich alle Arbeiten mit dem Lernenden angeschaut hatte, macht ich mich auf den Weg zu einem Zahnarzt. Dort stand schnell fest: der Zahn raus muss. Noch auf dem Zahnarztstuhl fragt ich, ob ein Halbmarathon am Sonntag möglich wäre. Die Antwort war vernichtend: “NEIN!” Nun ging’s mit dem Rücken zum Hausarzt. Der ordnete Physiotherapie an. Ein Halbmarathon war aus Sicht des Arztes mit zwei Bedingungen möglich:. Nur ohne Schmerzmittel und nur mit Zustimmung der Zahnärztin. Da ich am Donnerstag nach zwei Physiotherapiesitzungen ohne Schmerzmittel auskam, war ich viel zuversichtlicher für Sonntag. Am Freitag bei der Wundkontrolle gab auch noch die Zahnärztin grünes Licht.

Die Nacht auf Sonntag war nicht gerade die erholsamste. Doch das ist vor einem Wettkampf nicht so aussergewöhnlich.

Auf nach Luzern. Je näher nach Luzern kam, desto mehr sank meine Zuversicht für das Rennen und ich fand es eine doofe Idee. Auf dem Shuttleschiff traf ich auf ein Mitglied des OK. Er zeigte mir alles und führte mich sicher zum Check-in und zur Kleiderabgabe. Jetzt gemütlich zum Start schlendern. Da ich nun eh nichts mehr ändern konnte kam meine Zuversicht für das Rennen langsam wieder. Beim Einlaufen und Dehnen empfand ich sogar wieder Vorfreude. Nun Boarding und Anstellen für den Start. Es gab vier Reihen und alle 2 Sekunden gab eine Ampelanlage eine Reihe frei. So konnte sichergestellt werden, dass nicht zu viele Läufer auf einmal auf der Stecke waren.

Dann war meine Reihe dran und ich versuchte ein Tempo anzuschlagen, von dem ich dachte, dass ich es durchhalten könne. Schon bald merkte ich, dass so ein Tropfenzählerstart auch gewisse Nachteile haben kann. Ständig wurde ich überholt und ich versuchte immer mich so zu verhalten, damit die direkte schelle Line frei bleib. So lief ich nun meine Line und genoss die Anfeuerungen der Zuschauer. Etwa bei Kilometer 14, unmittelbar nach dem Passieren der Fanzone in Horw begann mein Knie zu schmerzen. Da ich aber wusste, dass die grossen Highlights wie der Stadiondurchlauf der Swissporarene und der Durchlauf durch das KKL erst noch bevorstanden, entschloss ich mich weiterzumachen, trotz mittlerweile auch Schmerzen in der Hüfte.


Das Kopfsteinpflaster in der Altstadt war eine Tortur für Knie und Hüfte. Aber es waren ja nur noch etwas mehr als 2 Kilometer. So kurz vor dem Ziel aufgeben, sicher nicht. Endlich der letzte Kilometer doch irgendwie wollte der einfach nicht enden. Da endlich der Eingang zum Verkehrshaus, aber auch da war’s noch nicht zu Ende: da war noch die kleine Rampe, die Überquerung der kleinen Wasserfläche im Innenhof des Verkehrshaus und dann endlich, endlich die Ziellinie. Nach der Zielpassage wurde ich von einer Samariterin angesprochen, ob es mir gut gehe. Offenbar sah ich nicht mehr ganz so frisch aus. Als ich sagte, dass ich nur müde sei und dehnen müsse, liess sie mich weiterziehen. Am nächsten Morgen war von den Knie- und Hüftproblemen nichts mehr zu spüren.



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